HSG-Student Garry Spanz: Über Unternehmertum und soziales Engagement

HSG-Student und Linksert-Co-Gründer Garry Spanz entwickelte aus einer Lehrveranstaltung an der HSG heraus den Verein PureDrops, der sich für sauberes Wasser einsetzt.

Doch der Reihe nach…

Zwar gibt es in Europa ein Bewusstsein für Wasserknappheit in Entwicklungsländern, das Problem verschmutzten Trinkwassers ist aber weniger geläufig. Grund genug dies zu ändern und “gesagt getan”…denn im Rahmen des Kurses Strategy and International Management ist es Pflicht, ein soziales Projekt im Ausland zu planen und umzusetzen. Die perfekte Gelegenheit!

Mit einem leeren Blatt Papier, vielen Ideen und noch mehr Tatendrang begannen Garry Spanz und seine Kommilitonen, ein Pilotprojekt “100 Familien in einem bedürftigen Gebiet mit sauberem Wasser zu versorgen”, zu konzeptionieren. Das war im Oktober 2012. Sie tauschten sich mit NGOs über Technologien, Best Practices und Erfahrungswerte aus. Schliesslich fanden sie, wonach siesuchten: Biosand-Wasserfilter (BSF). Ein Filter kostet zwischen 30 und 50 Dollar und liefert zehn bis 20 Jahre lang sauberes Trinkwasser für einen Haushalt. Der Vorteil an BSF ist, dass sie erprobt sind und aus lokalen Materialien vor Ort gebaut werden können, was die Akzeptanz zu der Technologie signifikant steigert. Zudem erfordern sie so gut wie keinen Wartungsaufwand.

Webseite, Verein und Social-Media-Auftritt waren schnell eingerichtet und auch eine Partnerorganisation in Indonesien mit Erfahrungen im BSF-Bau war bald gefunden. Die eigentliche Herausforderung begann mit der Geldsuche. Statt einer Startup-Finanzierung durch einzelne Investoren wählten sie als Verein einen viel breiteren und klassischeren Ansatz mit dem Verkauf von T-Shirts und Kuchen am Wochenmarkt in St. Gallen, durch Partys, durch Crowdfunding über Social Media und durch persönliche Gespräche.

Die Mühe hat sich gelohnt…

Das zeigt die Arbeit vor Ort. Im April reisten sie für zwei Wochen auf die Insel Madura in Ostjava (Indonesien). Dort bauten sie Wasserfilter, zusammen mit den Einwohnern eines Flüchtlingslagers, die ihr meistes Wasser von einem naheliegenden, mit Colibakterien verschmutzten Damm beziehen.
Um das zu ändern, wurde geschuftet und geschuftet. Bei 37 Grad Hitze Beton zu mischen ist nämlich sehr harte körperliche Arbeit. Das Bewusstsein dafür ist den meisten westlichen Unternehmern abhanden gekommen; in der heutigen Warenwelt tauchen Güter nach einem Mausklick ja wie von Zauberhand nach kurzer Zeit im gewünschte Lager auf. Die dazu nötige Arbeit vergisst man nur allzu schnell.

betonmischen

Sein Fazit: Was neben all den Erfahrungen bleibt, sind vor allem 100 Familien, die zum ersten Mal seit sie aus ihrer früheren Heimat geflohen sind, das Wasser in unmittelbarer Nähe ihres Dorfes trinken und zum Kochen verwenden können. Was er als Unternehmer am Wichtigsten fand, war die Auseinandersetzung mit den Grundbedürfnissen der «Kunden» des Projekts. Die Rückbesinnung auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen hat ihm die Augen geöffnet für ein Ziel, das für jedes Startup im Zentrum stehen sollte: Ein Problem zu lösen. Zu selten versucht man, grundlegend den Alltag seiner Kunden zu beeinflussen und zu verbessern. Zu oft verliert man sich aber in der Suche nach Marktlücken und Zielgruppenanalysen, oder versteift sich auf Features, in die man sich verliebt hat.
Ein soziales Engagement hingegen ermöglicht Unternehmern, das Bewusstsein für wahre Innovation zu schärfen.

Unser Fazit: Thumbs up (und zwar skyrocking up…)!!!!!!!!!!!!!!!
Quelle: startwerk.ch

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HSG-Familie aufgepasst: Ihr gründet oder wollt gründen? Die Universität St.Gallen (HSG) unterstützt Euch dabei. Das HSG Gründer Lab und das Center for Entrepreneurship (CfE-HSG) sind Eure Ansprechpartner. Zögert nicht auf uns zuzukommen. Hier findest Du alle Informationen.
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